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Unterricht ganz praktisch:                                     Erste Hilfe für Schulkinder

Unterricht der etwas anderen Art fand seit Anfang des Jahres in den vierten Klassen der Grundschule Eickum statt. Zu bestimmten Zeiten lernten die Schulkinder alles rund um die Erste Hilfe kennen. Mittlerweile ist es durch eine wissenschaftliche Studie der Universität Bergen belegt, dass Schulkinder in Notsituationen Erste-Hilfe-Maßnahmen anwenden können, sofern sie diese vorher sach- und kindgerecht erklärt bekommen und anschließend einüben konnten.

Als Experten für dieses besondere Schul-Projekt konnte die Grundschule Eickum den Rettungssanitäter Jochen van Loh aus Porta Westfalica gewinnen. Kopfverbände, stabile Seitenlage und das richtige Anlegen eines Druckverbandes gehörten beispielsweise zu den Inhalten der praxisorientierten Unterrichtsreihe. Zum Abschluss des Projektes kam Rettungssanitäter van Loh Ende Februar 2020 mit dem Rettungswagen (RTW) mitten auf den Schulhof gefahren. Die Kinder durften einen Blick in den RTW werfen und erfuhren, welche medizinischen Geräte sich in einem Rettungswagen befinden und wofür sie gebraucht werden.   

Übrigens: Ermöglicht wurde dieses praxisnahe Unterrichtsprojekt durch eine Spende der Volksbank Bad Oeynhausen-Herford, die der Förderverein der Grundschule Eickum für dieses Projekt eingesetzt hat. Herzlichen Dank an die Volksbank Bad Oeynhausen-Herford und unseren Förderverein der Grundschule Eickum!

Lesen Sie hier, was die Schülerinnen und Schüler der 4a und 4b zu diesem Projekt geschrieben haben:

„Heute haben wir gelernt, wie man aus einem Dreieckstuch einen Handverband macht. 

  1. Man knickt eine Reihe vom Dreieckstuch ein. 
  2. Anschließend legt man das Dreieckstuch hin und der Verletzte legt seine Hand darauf, aber nicht ganz an der Spitze.
  3. Vorsichtig legt man die Spitze über die Handoberfläche.
  4. Weiter nimmt man die Seiten des Dreieckstuchs und überkreuzt sie einmal.  Dann nimmt der Verletzte die Hand hoch und man überkreuzt noch einmal unter der Handoberfläche. Anschließend knotet man es an der Handoberfläche fest.

Und fertig ist der Handverband!“

(Amelie, 10 Jahre)

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„In der Ersten-Hilfe-Stunde haben wir den Armverband gelernt. Anschließend haben wir ein Päckchen mit Verband, Handschuhen u.s.w. bekommen. Ein Kind hat auch den Knieverband noch einmal gezeigt. Das war nämlich unsere Hausaufgabe. Wir hatten eine Menge Spaß.“

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„Die Kinder haben eine Geschichte gehört, in der es um Schubsen, Blut und Ohnmacht ging. Zunächst bekamen wir ein Set, in dem alles für die Erste Hilfe drin war. Mit dem Sitznachbarn sollten wir mit einer Mullbinde, einer Kompresse und einem Druckpolster einen Armverband machen. Dazu zogen wir uns Einmalhandschuhe an. Die Kinder hatten sehr viel Spaß!“

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"Die 4. Klassen der Grundschule Eickum arbeiten mittwochs an einem Erste-Hilfe-Projekt. Beim ersten Mal haben wir unter anderem die fünf W-Fragen gelernt: Wo ist der Unfall passiert? Was ist passiert? Wie viele Verletzte sind es? Welche Verletzung? Und auf Rückfragen warten! Außerdem lernten wir, dass man immer einen Helm tragen sollte, wenn man Fahrrad, Inliner, Roller, Skateboard … fährt.

Am zweiten Mittwoch war das Thema Verbrennungen. Man kann sich in der Sonne, am Backblech, an einer Heißklebepistole, an einem heißen Grill, an einer Herdplatte, an heißem Wasser, an einem Bügeleisen… verbrennen. Beim 3. Mal haben wir Kinder der vierten Klassen gelernt, wie man mit einem Dreiecktuch Wunden verbindet. Z.B. Handverband, Kopfverband, Augenverband und als Hausaufgabe sollten wir den Knieverband üben. Am nächsten Projekttag haben wir ein „Erste Hilfe Übungsset“ bekommen. Darin waren z.B. Handschuhe, eine Kompresse, Pflaster, Haarhaube, Wundverband, Mullbinde. Mit Hilfe dieses Sets haben wir Druckverbände am Arm geübt. Außerdem wurde unsere Hausaufgabe überprüft. Am nächsten Mittwoch lernten wir die stabile Seitenlage. Dazu legte sich ein Kind auf eine Matte, die unser Erste Hilfe Lehrer Herr van Loh mitgebracht hatte. Der Kopf wurde hochgelegt und dann wurde abgehört, ob er noch atmet. Dann wurde das Bein angewinkelt. Der Arm wurde nach oben gelegt und dann wurde man auf die Seite gedreht.

Am Freitag kam Herr van Loh mit dem Rettungswagen. Er hat uns alles gezeigt. Zum Beispiel durften wir ein Pulsmessgerät ausprobieren.

Es hat sehr viel Spaß gemacht."

(Ida, Neele, Mara und Madleen)

 
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